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Es wird scho glei dumpa

Wusstest du, dass außer Stille Nacht noch ein zweites weltberühmtes Weihnachtslied aus unserer Region stammt?

„Es wird scho glei dumpa, es wird
scho glei`Nacht, drum kimm i zu
dir her, mei Heiland auf d’Wacht …“

"Es wird scho glei dumpa " von Anton Reidinger hat seine Wurzeln ebenfalls im Innviertel. Ein Besuch in Obernberg am Inn und ein Spaziergang auf den Spuren Reidingers darf zur Weihnachtszeit nicht fehlen.

„Es wird scho glei dumpa“ gehört zu jenen Weihnachtsliedern, die diese besondere Stimmung auf unverwechselbare Weise einfangen. In der warmen, innigen Melodie liegt etwas Beruhigendes und Vertrautes – ein Gefühl von Geborgenheit, Besinnlichkeit und stiller Vorfreude.

Das traditionelle österreichische Weihnachtslied erzählt in inniger Mundart von der hereinbrechenden Dunkelheit und dem Warten auf das Christkind. Gerade die schlichte Sprache und die sanfte Melodie machen das Lied zu einem zeitlosen Begleiter durch die Advent- und Weihnachtszeit.

Es ist ein Lied für die leisen Momente:
für gemütliche Stunden im Kreis der Familie bei Kerzenschein und für Augenblicke, in denen die Hektik des Alltags für eine Weile in den Hintergrund tritt. Wenn es draußen scho glei dumpa wird, darf es drinnen umso heller werden.

Das Leben von Pfarrer Anton Reidinger 
Er wurde am 29. 4. 1839 in Krenglbach geboren und war sowohl Priester als auch Mundartdichter. Mit „Es wird scho glei dumpa“ („Es wird schon gleich dunkel“) schrieb Anton Reidinger eines der bekanntesten Weihnachtslieder in Mundart. Seine Lebensgeschichte erzählt vom Schulleitersohn, der bereits als Vierjähriger Geigenunterricht erhielt. Der als Sängerknabe im Stift St. Florian von keinem Geringeren als Anton Bruckner unterrichtet wurde. Viele weitere bekannte Orte markierten das Leben von Anton Reidinger. Am 25. Dezember 1912 verstarb Anton Reidinger, während der Christmette in Obernberg. Im Museum Heimathaus Obernberg erfährt man Wissenswertes aus dem Leben von Pfarrer Anton Reidinger.

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