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Mehrere Gäste sitzen an drei Tischen im Gastgarten des Restaurants Waldschänke der Familie Grabmer in Grieskirchen.
Mehrere Gäste sitzen an drei Tischen im Gastgarten des Restaurants Waldschänke der Familie Grabmer in Grieskirchen.
© Foto Oberösterreich Tourismus/Quellenviertel/Tom Son Gäste im Gastgarten des Restaurants Waldschänke in Grieskirchen im Quellenviertel.

Wo der Apfel mit der Birne turtelt

Eine Landschaft, wie geschaffen zum Genießen, Menschen, die sich aufs Mostmachen und aufs Leben verstehen: Im Quellenviertel kommt zusammen, was zusammengehört.

Gut möglich, dass es hier war, wo Adam in Evas süßen Apfel biss. Genauso gut hätte es natürlich eine Birne sein können, die im Quellenviertel so zahlreich an den Bäumen hängt. 

Fest steht: Die sanfthügelige Landschaft hat etwas Paradiesisches, besonders im Frühling, wenn die Bäume weiße und rosarote Kleider tragen und jede Wanderung und jede Radtour mit ihrem Blütenflor begleiten. Im Herbst – zum eigentlichen Fest – kleiden sie sich dann in sattes Rot-Gelb: Jetzt wird die Ernte eingefahren, Äpfel und Birnen werden zu Saft und später zu Most, jenem Getränk, das seit Generationen zur regionalen Genusskultur gehört und den Geschmack des Quellenviertels in sich trägt.

 

St. Georgner Obstbaumallee in Grieskirchen: Eine weitläufige, sonnendurchflutete Landschaft mit gelbblühenden Rapsfeldern, die sich bis zum Horizont erstrecken. Mitten in der Wiese stehen mehrere grünbelaubte Bäume, die der Szenerie eine malerische Note verleihen. Der wolkenlose blaue Himmel und die klare Atmosphäre erzeugen ein insgesamt idyllisches und harmonisches Gesamtbild.
St. Georgner Obstbaumallee
© Copyright: Tourismusverband Urlaubsregion Vitalwelt Bad Schallerbach / Mühlleitner

Der Most prägt die Landschaft

Denn Most ist nicht gleich Most. Es gibt ihn aus Birnen, aus Äpfeln oder – und hier sind wir beim typischen Most aus dem Quellenviertel – aus beidem zusammen. Besonders beliebt sind die Speckbirne und die Landlbirne, zwei oberösterreichische Ureinwohnerinnen mit jahrhundertealten Stammbäumen. Klein, gelb und kugelig werden sie erst spät im Jahr geerntet und erfreuen Vorbeikommende mit ihrem Anblick.

Denn es sind die Mostobstbäume, die die Gegend im Quellenviertel prägen. Einzeln oder paarweise stehen sie Spalier, säumen Wege und Straßen, überziehen Wiesen und Hänge. Junge mischen sich unter Alte, Kleine unter Große.

Wenig verwunderlich also, dass man hier auch die längste Obstbaumallee Österreichs findet. Genauer gesagt in Grieskirchen, wo hunderte Bäume einen rund drei Kilometer langen Spazierweg flankieren. Dass man hier unter mächtigen Kronen wandeln und den Ausblick genießen kann, ist einem Geistlichen zu verdanken, der vor etwas mehr als hundert Jahren die göttliche Idee zu dieser besonderen Allee hatte.